Klimaneutral dank Ausgleich

Unsere Emissionsminderungszertifikate

Entscheiden Sie sich für unsere Klimaprodukte GöGas Klima oder GöGas-Fixum Klima, gleichen wir alle Emissionen, die durch Ihren Gasverbrauch entstehen, aus.

Wie das geht?

Wir reinvestieren Ihren Beitrag zum Klima in drei Projekte, die dafür sorgen, dass in Uganda, Indien und Brasilien weniger Kohlendioxid entsteht. Das neutralisiert die Kohlendioxid-Emissionen Ihres Gasverbrauchs. Damit ist Ihre Versorgung mit Gas klimaneutral.

Wir stellen Ihnen hier die großartigen Projekte vor:

Standort: Kampala, Uganda

Projekttyp: Energieeffizienz

Projektstandard: Gold Standard

Emissionsminderung: 450.000 t CO2 p.a.

Projektpartner: Impact Carbon

Projektbeginn: Januar 2006

Validierer: TÜV Rheinland

Verifizierer: Bureau Veritas

In etwa 95% der ugandischen Haushalte wird Holz als primäre Energiequellen zum Kochen verwendet. Während Stadtbewohner in erster Linie Holzkohleöfen aus Metall benutzen, wird in ländlichen Gegenden, sowie in Schulen und Krankenhäusern noch vorrangig Feuerholz in freier Natur verbrannt. Die jährliche Abholzung ist schätzungsweise 13 Mal größer als die Waldaufforstung, d.h. nur 8% des geschlagenen Holzes stammt aus erneuerbaren Quellen. Dies hat schwerwiegende Konsequenzen für das gesamte Ökosystem. Zurzeit verliert Uganda rund 2% Waldfläche jährlich.

Regelmäßiges Einatmen von Rauch kann zudem zu ernsten Atemwegs- und Augenerkrankungen und sogar zu Missbildungen bei Neugeborenen führen. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben weltweit jedes Jahr rund 1,6 Millionen Menschen vorzeitig an den Folgen von Rauchentwicklung in Häusern.

Das Projekt konzentriert sich auf die ugandische Hauptstadt Kampala. Insgesamt sollen im Rahmen des Projekts bis zu 170.000 Kochherde verkauft werden. Verglichen mit den konventionellen Metallkochherden kann der Brennstoffbedarf um 35% bis 50% gesenkt werden, bei einfachen Kochstellen sogar um bis zu 60%.

Trotzdem ist der Gebrauch der alten ineffizienten Öfen tief verwurzelt. Der Wechsel zu den neuen Kochherden ist somit nicht allein eine Frage des Preises. Die Produktqualität ist ebenso essentiell um sie als attraktive und verlässliche Alternative zu etablieren. Der Verkauf von Klimaschutzzertifikaten hat den Anreiz geschaffen, die Kapazitäten aufzubauen, um die Leistung und die Verlässlichkeit der Kochherde zu verbessern. Qualitätsgarantien und Gewährleistungen sollen die Kundenzufriedenheit sichern. Ziel ist es, die Qualitätsansprüche der Bevölkerung zu steigern, und damit einen dauerhaften Wechsel zu den effizienteren Kochherden zu verankern. 

Nachhaltige Entwicklung 

Das Projekt hat dauerhaft qualifizierte Arbeitsplätze in der Herstellung, dem Transport, demVerkauf und im Reparaturservice geschaffen. Zudem sparen die Familien durch den geringeren Brennstoffbedarf bis zu 25% der Kosten, die zuvor für Holz oder Holzkohle angefallen sind.

Die stundenlange Suche nach Brennholz war hauptsächlich für Frauen sehr kräftezehrend. Mit der Umstellung auf neue Kochherde entfällt die körperlich anstrengende Arbeit und die frei verfügbare Zeit kann sinnvoller in den Tagesablauf integriert werden. Dies kommt unter anderem der Kindererziehung und der Schulbildung zugute.

Die Verwendung von effizienten Kochherden verbessert die gesundheitlichen Bedingungen,indem die beim Kochen entstehende Rauchentwicklung deutlich reduziert wird.

Die effiziente Energiequelle bremst die Abholzung knapper Baumbestände und schützt das natürliche Ökosystem, welches vor der Projektaktivität zerstört worden ist. Zugleich kann sich die Pflanzen- und Artenvielfalt weiter entfalten.

Energieeffiziente Kochöfen in Uganda

Die Technologie – Effiziente Kochöfen in Kürze

In traditionellen Öfen ist die Verbrennung ineffizient; Holz und Holzkohle werden darin nichtvollständig in Wärmeenergie umgewandelt. Als unerwünschte Nebenprodukte der Verbrennung entstehen Asche sowie das giftige Gas Kohlenmonoxid. Die neuen Kohleöfen erzielen durch den sogenannten „Schornsteineffekt“ eine höhere Effizienz. Dabei wird durch aufsteigende heiße Luft frische Luft in den Ofen gesaugt.

Der zusätzliche Sauerstoff erhöht die Verbrennungstemperatur; dadurch wird die Kohle schneller und sauberer verbrannt. Durch die höhere Temperatur wird wiederum mehr Luft angesaugt, was die Temperatur weiter erhöht. Der Effekt wird durch eine bessere Isolierung der Öfen verstärkt, die gleichzeitig die Wärmeverluste durch die Hülle der Öfen mindert. Je nach Ofentyp wird zusätzlich die Wärmeleitung zwischen Topf und Kochgeschirr optimiert, um den größtmöglichen Teil der eingesetzten Energie zu nutzen.

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Standort: Himalaya, Indien

Projekttyp: Erneuerbare Energien, Wasserkraft

Projektstandard: Verified Carbon Standard (VCS)

Emissionsminderung: 1.500.000 t CO2 e p.a.

Projektbeginn: Juni 2006

Projektpartner: Jaiprakash Power Ventures Ltd.

Validierer: Det Norske Veritas (DOE)

Verifizierer: Det Norske Veritas (DOE)

Durch rasant steigende Bevölkerungszahlen und eine stark wachsende Wirtschaft verschärft sich die Umweltproblematik in Indien zunehmend. Immer mehr Ressourcen werden verbraucht, neue Infrastruktur muss geschaffen und immer mehr Fläche muss bereitgestellt werden, um den Zuwachs an Menschen zu versorgen. Auf das zweitbevölkerungsreichste Land der Welt kommen enorme Herausforderungen zu, wenn sich der Energiebedarf bis zum Jahre 2025 schätzungsweise verdoppeln wird. Dabei ist es außerordentlich wichtig, dass verfügbare Potenziale zur nachhaltigen Energieerzeugung erschlossen werden.

Der Südhang des Himalaya-Gebirges im Staat Uttarakhand ist durch das starke natürlich Gefälle optimal für die Wasserkrafterzeugung geeignet. Zudem stellen hohe Niederschläge und Gletscher die Wasserversorgung ganzjährig sicher. Das Vishnuprayag-Kraftwerk befindet sich im Bezirk Chamoli im Norden des Staates Uttarakhand und verfügt über eine Leistung von 400 Megawatt. Das Wasser wird über einen mehr als 11 Kilometer langen Tunnel den Turbinen zugeleitet. Das Kraftwerk speist jährlich 1,8 Terrawattstunden Strom in das nordindische Netz ein, genug um ca. 2,3 Millionen Haushalte mit sauberem Strom zu versorgen. Das Kraftwerk verdrängt so Strom, der andernfalls in ineffizienten und umweltschädlichen Kohlekraftwerken produziert worden wäre.

Regenerative Energiegewinnung durch Wasserkraft in Indien

Nachhaltige Entwicklung 

Während der Bauphase wurden mehr als 4.000 Arbeitskräfte beschäftigt. Dauerhaft sind in dem Kraftwerk 350 Personen beschäftigt. Dadurch ist das Projekt eine wichtige Einkommensquelle in der abgelegenen Bergregion.

Durch die Verdrängung von 1,8 Terrawattstunden Strom aus Kohlekraftwerken vermeidet das Wasserkraftwerk jährlich ca. 12.900 Tonnen SO2, 3.800 Tonnen NOund 400 Tonnen Feinstaub. Nach Schätzungen verursachen diese Luftschadstoffe in Indien einen Todesfall pro 10 Gigawattstunden Kohlestrom. Das Wasserkraftwerk vermeidet demnach pro Jahr fast 180 Todesfälle.

Für den Bau des Kraftwerks wurde die lokale Infrastruktur verbessert, insbesondere durch den Bau von Straßen sowie Wasser- und Stromleitungen. Diese Verbesserungen bilden eine wichtige Grundlage für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Region.

Die öffentliche Gesundheitsversorgung wurde verbessert. In den Dörfern Marwari and Lambagarh wurden Gesundheitszentren neu erbaut, die monatlich bis zu 600 Personen behandeln. Der Kraftwerksbetreiber unterstützt zudem Bildungseinrichtungen in der Dörfern Lambagarh, Pandukeshwar und Joshimath, sowie Kurse, die die lokale Bevölkerung für die Teilnahme an Renaturierungsmaßnahmen qualifizieren. 

Die Technologie – Wasserkraft in Kürze 

Wasserkraft ist eine der ältesten Formen der Energieerzeugung. Das Prinzip ist einfach, benötigt werden lediglich Wasser und ein Gefälle. Die Bewegungsenergie des Wassers treibt eine Turbine an und wird über einen gekoppelten Generator in elektrische Energie umgewandelt. Bei diesem Projekt handelt es sich um ein Laufwasserkraftwerk, d.h. es nutzt die natürliche Fließgeschwindigkeit des Flusses. Hierfür muss kein Damm gebaut werden, um ein Reservoir aufzustauen. In der Regel wird lediglich ein Wehr gebaut, um den Wasserstrom zu konzentrieren und den Turbinen zuzuleiten.

Da Laufwasserkraftwerke ohne Staudamm und Stausee auskommen haben sie nicht jene negativen Umweltauswirkungen, die oft mit größeren Staudammprojekten verbunden sind. Laufwasserkraftwerke sind somit ein hervorragender Kompromiss zwischen der Nutzung eines natürlichen Potentials und möglichst geringen Auswirkungen auf Umwelt und Anwohner.

Standort: Region Tocantins, Brasilien

Projekttyp: Erneuerbare Energien, Biomasse

Projektstandard: Verified Carbon Standard (VCS) + Social Carbon

Emissionsminderung: 16.000 t CO2 e p.a.

Projektbeginn: Juni 2006

Validierer: TÜV Nord

Verifizierer: TÜV Nord

Cerrado ist der regionale Name für eine Savannenlandschaft, die von Natur aus nur spärlich mit Bäumen bewachsen ist und sich klar gegen die weiter nördlich gelegenen Regenwälder Amazoniens abzeichnet. Mit etwa zwei Millionen Quadratkilometern erstreckt sich dieser Landschaftstyp über eine Fläche, die mehr als fünf Mal so groß wie Deutschland ist. Auch wenn ein Großteil der internationalen Aufmerksamkeit auf Amazonien fällt, ist die Cerrado ein bedeutender, aber äußerst gefährdeter Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Die Landschaft schrumpft dramatisch; es überrascht daher nicht, dass Entwaldung heute vor Industrie, Energiewirtschaft und Verkehr die größte Quelle von Treibhausgasemissionen in Brasilien ist. 

Das von uns unterstützte Projekt befindet sich in Taquaralto im Bundesstaat Tocantins. Die Ziegelei Ceramica São Judas Tadeu benötigt zum Herstellungsprozess große Mengen an Feuerholz. Doch Holz ist auf Grund der Übernutzung der regionalen Ressourcen kein nachhaltiger Energieträger und verursacht daher hohe CO2-Emissionen. Alternative Brennstoffe wie z.B. Reishülsen und Agrarabfälle sind durchaus vorhanden, jedoch erfordert die Umstellung auf derartige Brennstoffe erhebliche Investitionen im Produktionsprozess.

Ohne die zusätzlichen Einnahmen aus dem Verkauf von CO2-Emissionsminderungs-Zertifikaten hätte das Projekt aus wirtschaftlichen Gründen nicht durchgeführt werden können. 

Nachhaltige Entwicklung 

Die Umstellung des Produktionsprozesses schaffte zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeitenfür die lokale Bevölkerung. Vor allem in der Produktion und in der Logistik konnten dauerhaft qualifizierte Arbeitsplätze errichtet geschaffen werden.

Die verminderte Abholzung von Wäldern hat direkte positive Auswirkungen auf die Umwelt. Die Funktionen einer intakten Vegetation bleiben erhalten, dies betrifft vor allem den Schutz gegen Bodenerosionen und die Bewahrung der Lebensräume für Tiere und Pflanzen.

Die Nutzung einer nachhaltig, lokal verfügbaren Energieressource leistet einen Beitrag zur Diversifizierung der Energieversorgung in Brasilien. Das Projekt hat einen Vorbildcharakter für die Anwendung energieeffizienter Technologien in anderen Fabriken.

Ziegelproduktion mit regenerativen Brennstoffen in Brasilien

Die Technologie – Biomasse in Kürze

Biomasse umfasst eine große Anzahl von Pflanzen und Pflanzenrückständen aus der Land- und Forstwirtschaft, die zum Zweck der Wärme- und Stromerzeugung verwendet werden können. Biomasse gibt bei der Verbrennung nur die Menge an Kohlenstoff frei, die zuvor während des Wachstums der Pflanze gebunden wurde.

Als klimaneutraler Brennstoff gilt Biomasse aber nur dann, wenn sie aus nachhaltigen Quellen stammt, d.h. dass die Nutzung der Ressource den Zuwachs im selben Zeitraum nicht überschreitet.

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