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Fragen zum Gaspreis

 

Fragen und Antworten zum Thema Gas/Gaspreis

 
 

Woher kommt das Erdgas?

Der Anteil der in Deutschland geförderten Erdgasmengen am Gesamtverbrauch sinkt. Heute importieren wir etwa 35 Prozent des in der Bundesrepublik verbrauchten Erdgas aus Russland, knapp 30 Prozent aus Norwegen und ca. 20 Prozent aus den Niederladen. Die eigenen Förderquote (vornehmlich in Niedersachsen) liegt bei etwa 15 Prozent. Das Göttinger Erdgas stammt in etwa zu gleichen Teilen aus Russland und Norwegen. 

 
 

Wie hoch ist der Steueranteil?

Bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 20.000 kWh beträgt der Steueranteil aufgrund der im Erdgaspreis enthaltenen Öko-, Mineralöl- und Umsatzsteuer in Göttingen derzeit knapp 25 Prozent bzw. etwas mehr als 300 Euro. Zudem zahlen die Stadtwerke für die Nutzung öffentlicher Straßen, Wege und Plätze für ihre Leitungen eine Konzessionsabgabe an die Stadt Göttingen. Insgesamt liegt somit der staatliche Anteil am Erdgaspreis bei über 30 Prozent.

 
 

Warum steigen die Erdgaspreise?

Seit Beginn der Erdgasproduktion in den 50er Jahren beruht ein Großteil der langfristigen Lieferverträge in Deutschland auf der sogenannten Ölpreisbindung. Wenn heute ein Gasfeld erschlossen wird, so sind Investitionen in Milliardenhöhe nötig, die sich nur über langfristig gesicherte Lieferverträge rechnen. Da diesen Verträgen ein Preissystem zu Grunde liegen muss, ist eine Kopplung an den Ölpreis sinnvoll, da Öl immer noch Primärenergie Nr. 1 ist. Und bei hohen Ölpreisen würden auch die Gaspreise schnell in die Höhe gehen, da die Nachfrage nach Erdgas steigen würde, bis sich der Preiseffekt umdreht. Im  Jahr 2011 stiegen die Rohölpreise von 80 Dollar zur Mitte des Jahres auf knapp 120 Dollar je Barrel am Jahresende. Diese Entwicklung hat auch Konsequenzen auf die Gaspreise. Die Importpreise in Deutschland lagen Ende Dezember deutlich höher noch ein Jahr zuvor. Die Behauptung von Verbraucherschutzorganisationen, die Importpreise seien gesunken, ist seit geraumer Zeit schlichtweg falsch. Die Bezugsverträge der Stadtwerke beruhen auf langfristigen Optionen, die sicherstellen, dass immer ausreichend Erdgas zur Verfügung stehen wird.

 
 

Wie entsteht der Göttinger Gaspreis?

Unser Gaspreis ist laut Liefervertrag mit der Gas-Union in Frankfurt an den Preis für extra leichtes Heizöl (HEL) in Euro/hl, (40-50 hl/Auftrag, Lieferung in Tankkraftwagen, Berichtsort Rheinschiene) gekoppelt. Die Werte sind Monatsnotierungen, die vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden monatlich erhoben und in der Regel im Folgemonat veröffentlicht werden. Diese Werte können in den statistischen Monatsberichten des Bundesamtes (StatBUA) von der Öffentlichkeit eingesehen und damit auch ggf. kontrolliert werden. Der Mittelwert von 6 Monaten führt zu dem relevanten Klauselwert, der quartalsweise zur Abrechnung herangezogen wird.

Für den Quartalswert ab Januar sind die Werte von April bis September des vorhergehenden Kalenderjahres relevant, für den Wert ab April die Monate Juli bis Dezember des vorhergehenden Kalenderjahres, für den Juli-Wert die Monate Oktober bis Dezember des vorangegangenen Jahres und Januar bis März des laufenden Jahres und schließlich für den Oktober-Wert die Vormonate Januar bis Juni des laufenden Jahres.

 
 

Warum Kopplung an den Ölpreis?

Die Nachfrage nach Erdgas ist heute so groß, dass die Produzenten des Energieträgers durchaus höhere Erträge erzielen könnten – vor allem in Zeiten extrem hoher Ölpreise. Deshalb hat die Ölpreisbindung zumindest zur Zeit sogar eine verbraucherschützende Funktion. Dies zeigt unter anderem der Vergleich von Gas- und Ölpreisen in 2011. Während die Gaspreise um knapp 16 Prozent gestiegen sind, lag die Preissteigerung beim Öl bei mehr als 40 Prozent. In Göttingen ist Heizöl im Schnitt 20 Prozent teurer als Erdgas. Im übrigen können in Märkten ohne Ölpreisbindung – wie beispielsweise USA oder England – in Zeiten hoher Nachfrage durchaus Preissteigerungsraten bis zum Fünffachen der vorherigen Werte beobachtet werden. Zudem hat die Ölpreisbindung eine zweite Komponente, da in den Verträgen ja auch fest vereinbarte Liefermengen garantiert sind, und diese Verträge somit auch den größten Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten. Und das auch in Zeiten strenger Winter, in denen ansonsten nicht ausreichend Mengen auf einem vollkommen freien Markt zur Verfügung stünden.

Zusätzlich sichert die Ölpreisbindung ja auch Preissenkungen, sofern die Ölpreise wieder fallen. Die Preissteigerungsrate beim Erdgas in Göttingen lag wischen 1984 und 2012 bei etwas mehr als zehn Prozent, die allgemeine Preissteigerungsrate im gleichen Zeitraum bei weit über 40 Prozent.

 
 

Wie hoch sind die Göttinger Gaspreise im Vergleich?

Das ARD-Magazin „plus-minus“ erhebt regelmäßig einen bundesweiten Gaspreisvergleich unter mehr als 700 Anbietern. Die Preisspanne für einen Jahresverbrauch von 20.000 kWh liegt zwischen 1073 und 1929 €, die als Summe auf der Jahresrechnung stehen. Die Stadtwerke Göttingen liegen mit einem Preis von 1331 € im Mittelfeld von über 700 Erdgas-Grundversorgern in Deutschland.

Berücksichtigt werden muss hier zudem, dass die Unternehmen unterschiedliche Regelungen für die an die Kommunen abgeführte Konzessionsabgabe haben. Mit einer Summe von jährlich mehr als einer Million Euro für die Gassparte, die an die Stadtkasse abgeführt wird, leisten die Stadtwerke Göttingen AG hier zusätzlich einen hohen Beitrag zur Sicherung des Allgemeinwohls in Göttingen.

 

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