Klimaneutral dank Ausgleich

Unsere Emissionsminderungszertifikate

Entscheiden Sie sich für unsere Klimaprodukte GöGas Klima oder GöGas-Fixum Klima, gleichen wir alle Emissionen, die durch Ihren Gasverbrauch entstehen, aus.

Wie das geht?

Wir reinvestieren Ihren Beitrag zum Klima in drei Projekte, die dafür sorgen, dass in Uganda, Indien und Brasilien weniger Kohlendioxid entsteht. Das neutralisiert die Kohlendioxid-Emissionen Ihres Gasverbrauchs. Damit ist Ihre Versorgung mit Gas klimaneutral.

Wir stellen Ihnen hier die großartigen Projekte vor:

Standort: Ghana

Projekttyp: Energieeffizienz

Projektstandard: Gold Standard

Emissionsminderung: 167.000 t CO2 p.a.

Projektbeginn: Januar 2007

Validierer: TÜV Nord

Hintergrund

Drei Viertel des Brennstoffbedarfs in Ghana werden durch Holz und Holzkohle gedeckt. Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch an Holzkohle liegt bei 180 Kilogramm, der jährliche Gesamtverbrauch beträgt zirka 700.000 Tonnen. Für die Herstellung von einem Kilo Holzkohle werden 6 kg Holz benötigt. Da die Abholzung schneller voranschreitet als der Wald nachwächst, nimmt der Waldbestand immer weiter ab. Die Bezugswege für Brenn-stoff werden stetig länger und gefährden so auch Ökosysteme weit ab der Verbrauchszentren. Die Nutzung ineffizienter Öfen ist aber nicht nur ein Umwelt-, sondern auch gesundheitliches Problem. Besonders Frauen und Kinder sind beim Kochen der Rauchentwicklung der Öfen ausgesetzt und haben dadurch ein erhöhtes Risiko für Atemwegserkrankungen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass auf Grund von durch Rauch ausgelösten Krankheiten in Ghana jährlich bis zu 16.000 Menschen vorzeitig sterben.

Das Projekt

Die Vermarktung der effizienten Öfen erstreckt sich über fast alle Regionen Ghanas. Dabei sind alleine die zwei größten Städten Accra und Kumasi für fast 60% des landesweiten Holzkohleverbrauchs verantwortlich. Insgesamt werden über einen Zeitraum von neun Jahren 240.000 effizientere Öfen verkauft. Gegenüber den herkömmlichen Holzkohleöfen sparen diese Modelle 35-50% Brennstoff ein. Eine Familie kann damit im Durchschnitt den jähr-lichen Bedarf an Holzkohle um 300 Kilogramm senken, und spart damit gleichzeitig auch bares Geld. Zusätzlich verursachen die Öfen wesentlich geringere Kohlenmonoxidemissionen und schaffen so eine wesentliche gesündere Umgebung im Bereich der Kochstellen.

Die Technologie – Effiziente Kochherde in Kürze

In traditionellen Herden ist die Verbrennung ineffizient, Holz und Holzkohle werden darin nicht vollständig in Wärmeenergie umgewandelt. Als unerwünschte Nebenprodukte der Verbrennung entstehen Asche sowie das giftige Gas Kohlenmonoxid.

Die neuen Kohleherde erzielen durch den sogenannten Schornsteineffekt eine höhere Effizienz. Dabei wird durch aufsteigende heiße Luft, frische Luft in den Brennraum nachgesaugt. Der zusätzliche Sauerstoff erhöht die Verbrennungstemperatur, wodurch die Kohle sauberer verbrennt. Durch die höhere Temperatur wird wiederum mehr Luft angesaugt, was die Temperatur weiter erhöht.

Der Effekt wird durch eine bessere Isolierung der Öfen verstärkt, die gleichzeitig die Wärmeverlustedurch die Hülle der Öfen mindert. Je nach Kochertyp wird zusätzlich die Wärmeleitung zwischenTopf und Kochgeschirr optimiert, um den größtmöglichen Teil der eingesetzten Energie zu nutzen.

Effiziente Kochöfen in Ghana

Standort: Himachal Pradesh, Indien

Projekttyp: Erneuerbare Energien, Wasser

Projektstandard: Verified Carbon Standard (VCS)

Emissionsminderung: 3.540.000 t CO2 e p.a.

Projektbeginn: November 2008

Validierer: TüV Nord

Hintergrund

Indien ist mit rund 7% pro Jahr eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt. Zusätzlich entwickelt sich auch das Wachstum der Bevölkerung des Subkontinents extrem dynamisch. Dadurch entsteht zwangsläufig ein hoher Druck auf die Infrastruktur, auf die Umwelt und die natürlichen Ressourcen des Landes. Obwohl die Nutzung erneuerbarer Energiequellen politisch unterstützt und gefördert wird, setzt Indien bislang stark auf emissionsintensive fossile Energieträger. Nicht zuletzt geht damit auch ein erhöhtes Gesundheitsrisi-ko für die Menschen einher, das seine Ursache in der weitverbreiteten Luftverschmutzung hat.

Hinzu kommt, dass die Elektrifizierung Indiens bei Weitem noch nicht abgeschlossen ist. Ein Drittel der Un-ternehmen in Indien sieht in den hohen Energiepreisen und der eingeschränkten Versorgungsqualität ein Ge-schäftsrisiko (World Bank 2012). Mittel- und langfristig ist mit einer weiteren Zunahme des Energiebedarfs zu rechnen. Die Zukunft der Energieversorgung des Subkontinents kann daher nur im Ausbau und der verstärkten Nutzung regenerativer Energieträger liegen und das Land verfügt über ein hohes Potenzial für die Erzeugung regenerativer Energien. Das Wasserkraftprojekt im Kinnaur-Bezirk des Bundesstaates Himachal Pradesh ist ein Beispiel für die erfolgreiche Nutzung dieses Potenzials.

Das Projekt

Das Projekt befindet sich am Fluss Satluj zwischen den Ortschaften Karcham und Wangtoo im nordindischen Bundesstaat Himachal Pradesh. Als Laufwasserkraftwerk nutzt das Projekt den natürlichen Wasserlauf des Flusses zur Energieerzeugung – es gibt kein Reservoir, in dem das Wasser zwischengespeichert wird. In dem unterirdischen Turbinenhaus werden mit der Kraft des Flusswassers vier Francisturbinen angetrieben, ehe das Wasser unterhalb wieder in das Flussbett zurückgeleitet wird. Die komplette Stromerzeugung des Kraft-werks wird in das nordindische Übertragungsnetz eingespeist und verdrängt dabei konventionell erzeugten Strom, der hauptsächlich aus kohlebefeuerten Kraftwerken stammt.

Die Technologie – Wasserkraft in Kürze

Wasserkraft ist eine der ältesten Formen der Energieerzeugung. Das Prinzip ist einfach, benötigt werden lediglich Wasser und ein Gefälle. Die Bewegungsenergie des Wassers treibt eine Turbine an und wird über einen gekoppelten Generator in elektrische Energie umgewandelt. Bei diesem Projekt handelt es sich um ein Laufwasserkraftwerk, d. h. es nutzt die natürliche Fließgeschwindigkeit des Flusses. Hierfür muss kein Damm gebaut werden, um ein Reservoir aufzustauen. In der Regel wird lediglich ein Wehr gebaut, um den Wasserstrom zu konzentrieren und den Turbinen zuzuleiten.

Da Laufwasserkraftwerke ohne Staudamm und Stausee auskommen, verursachen sie nicht die negativen Umweltauswirkungen, die oft mit größeren Staudammprojekten verbunden sind. Laufwasserkraftwer-ke sind somit ein hervorragender Kompromiss zwischen der Nutzung eines natürlichen Potentials und  möglichst geringen Auswirkungen auf Umwelt und Anwohner.

Regenerative Energiegewinnung durch Wasserkraft in Indien

Standort: Region Tocantins, Brasilien

Projekttyp: Erneuerbare Energien, Biomasse

Projektstandard: Verified Carbon Standard (VCS) + Social Carbon

Emissionsminderung: 16.000 t CO2 e p.a.

Projektbeginn: Juni 2006

Validierer: TÜV Nord

Verifizierer: TÜV Nord

Cerrado ist der regionale Name für eine Savannenlandschaft, die von Natur aus nur spärlich mit Bäumen bewachsen ist und sich klar gegen die weiter nördlich gelegenen Regenwälder Amazoniens abzeichnet. Mit etwa zwei Millionen Quadratkilometern erstreckt sich dieser Landschaftstyp über eine Fläche, die mehr als fünf Mal so groß wie Deutschland ist. Auch wenn ein Großteil der internationalen Aufmerksamkeit auf Amazonien fällt, ist die Cerrado ein bedeutender, aber äußerst gefährdeter Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Die Landschaft schrumpft dramatisch; es überrascht daher nicht, dass Entwaldung heute vor Industrie, Energiewirtschaft und Verkehr die größte Quelle von Treibhausgasemissionen in Brasilien ist. 

Das von uns unterstützte Projekt befindet sich in Taquaralto im Bundesstaat Tocantins. Die Ziegelei Ceramica São Judas Tadeu benötigt zum Herstellungsprozess große Mengen an Feuerholz. Doch Holz ist auf Grund der Übernutzung der regionalen Ressourcen kein nachhaltiger Energieträger und verursacht daher hohe CO2-Emissionen. Alternative Brennstoffe wie z.B. Reishülsen und Agrarabfälle sind durchaus vorhanden, jedoch erfordert die Umstellung auf derartige Brennstoffe erhebliche Investitionen im Produktionsprozess.

Ohne die zusätzlichen Einnahmen aus dem Verkauf von CO2-Emissionsminderungs-Zertifikaten hätte das Projekt aus wirtschaftlichen Gründen nicht durchgeführt werden können. 

Nachhaltige Entwicklung 

Die Umstellung des Produktionsprozesses schaffte zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeitenfür die lokale Bevölkerung. Vor allem in der Produktion und in der Logistik konnten dauerhaft qualifizierte Arbeitsplätze errichtet geschaffen werden.

Die verminderte Abholzung von Wäldern hat direkte positive Auswirkungen auf die Umwelt. Die Funktionen einer intakten Vegetation bleiben erhalten, dies betrifft vor allem den Schutz gegen Bodenerosionen und die Bewahrung der Lebensräume für Tiere und Pflanzen.

Die Nutzung einer nachhaltig, lokal verfügbaren Energieressource leistet einen Beitrag zur Diversifizierung der Energieversorgung in Brasilien. Das Projekt hat einen Vorbildcharakter für die Anwendung energieeffizienter Technologien in anderen Fabriken.

Ziegelproduktion mit regenerativen Brennstoffen in Brasilien

Die Technologie – Biomasse in Kürze

Biomasse umfasst eine große Anzahl von Pflanzen und Pflanzenrückständen aus der Land- und Forstwirtschaft, die zum Zweck der Wärme- und Stromerzeugung verwendet werden können. Biomasse gibt bei der Verbrennung nur die Menge an Kohlenstoff frei, die zuvor während des Wachstums der Pflanze gebunden wurde.

Als klimaneutraler Brennstoff gilt Biomasse aber nur dann, wenn sie aus nachhaltigen Quellen stammt, d.h. dass die Nutzung der Ressource den Zuwachs im selben Zeitraum nicht überschreitet.

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