Bau eines BioWärmeZentrums für Göttingen

Die Stadtwerke Göttingen AG ist einer der städtischen Fernwärmenetzbetreiber. Über das Heizkraftwerk (HKW) Godehardstraße beliefern wir nahezu 200 Gebäude in der Göttinger Innenstadt ganzjährig mit Wärme. Der Anlagenpark im HKW besteht u.a. aus sechs Gasmotoren. Vier der Anlagen werden mit Rohbiogas über eine eigene 8 km lange Rohrleitung aus der Biogasanlage Rosdorf versorgt. Zwei der Motoren leisten bereits seit 1998 zuverlässig ihre Dienste und müssen nun bis 2020 ersetzt werden.

In einem aufwändigen Prozess von mehreren Monaten wurden unterschiedliche Anlagenkonzepte sondiert und aus ökologischer und wirtschaftlicher Sicht kritisch beurteilt. Die Stadtwerke haben sich für die Errichtung des BioWärmeZentrums mit dem Herzstück eines Holzhackschnitzelkessels zur Erzeugung nachhaltiger Wärme durch den Einsatz regionaler Biomasse entschieden. Zur Verbrennung kommen regionales naturbelassenes, also unbehandeltes Holz aus der verarbeitenden Industrie sowie forstwirtschaftliche Abfälle aus der hiesigen Landschaftspflege. Das BioWärmeZentrum entsteht an der Ecke Hildebrandstraße / Maschmühlenweg.

Das BioWärmeZentrum erfüllt mit den zu erwartenden Emissionen alle gesetzlichen Vorgaben. Sämtliche Genehmigungen wurden uneingeschränkt erteilt. Nach seiner Inbetriebnahme werden wir auf dieser Seite in regelmäßigen Abständen die Emissionswerte der Anlage veröffentlichen.

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Jochen Ritter

Bereichsleitung Energiedienstleistungen

BioWärmeZentrum

Das BioWärmeZentrum entsteht

18.07.2018

Das Baugelände ist abgezäunt, von Büschen befreit und planiert.

Baugelände BWZ

24.07.2018

Der Kampfmittelräumdienst untersucht das Baugelände nach Blindgängern aus dem 2. Weltkrieg. Dazu werden für die Sondierungen auf der Fläche hunderte von Löchern gebohrt.

Kampfmittelsuche BWZ

13.08.2018

Im nächsten Arbeitsschritt werden auf dem Gelände hunderte von Löchern mit 3 - 4 m Tiefe erstellt, mit Splitt gefüllt und im Rüttelstopfverfahren verdichtet. Die dadurch entstehenden 350 Splittsäulen sollen helfen, das Gewicht des Heizwerkes in den tragfähigen Unterboden abzuführen.

Rüttelstopfverfahren BWZ

03.09.2018

Es wird die Sauberkeitsschicht erstellt und die Vorbereitungen für die Errichtung der Betonplatte getroffen. 

10.09.2018

Die sogenannte Bewehrung wird auf der Sauberkeitsschicht montiert.

13.09.2018

Es wird der Beton eingefüllt und mit einem Flügelglätter die Oberfläche verdichtet.

02.10.2018

Die Bewehrung für die Betonelemente, aus denen später der Lagerraum für den Brennstoff entsteht, wird fertiggestellt.

Im vorderen Bereich wird später der Schubboden, der den Brennstoff in die Kesselanlage transportiert, installiert. Im hinteren Bereich ist der Lagerraum für den Brennstoff zu sehen.

Baustelle BWZ

22.10.2018

Die Fundamente sind gegossen, die Bewehrung für die Betonwände des Brennstofflagers fertiggestellt und die Vorbereitungen für das Gießen der Bodenplatte laufen.

Wenn alles klappt und das Wetter hält, könnten die Betonarbeiten bis Mitte Dezember abgeschlossen werden.

BioWärmeZentrum